Burgh-Haamstede

Renesse

Tourismus

Renesse ist ein beliebtes Ferien- und Ausflugsziel. Der Ort verfügt über eine große Zahl an Campingplätzen, Pensionen und Hotels, die ganzjährig, besonders aber in den Sommermonaten gut besucht sind. Die Zahl der deutschen Touristen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, besonders aus dem Rheinland und dem westlichen Ruhrgebiet finden viele Besucher den Weg ins ansonsten eher beschauliche Renesse. Die weitläufige Gegend lässt sich gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden.

Alljährlich zu Pfingsten wird der Ort von – vor allem deutschen – jungen Touristen besucht, die in den Straßen von Renesse die Nacht zum Tage machen. Zu dieser Zeit wird trotz strenger Verbote und entsprechender Strafen wild gecampt, weil die Unterkünfte nicht ausreichen, um den Massen eine Unterkunft zu bieten.

Entlang des Strandes befinden sich mehrere Strandpavillions, an denen Speisen und Getränke sowie Strandutensilien angeboten werden. Im Ort selbst gibt es eine Tennis- und Minigolfanlage, Fahrradverleih sowie ein breit gefächtertes Angebot an Gastronomie.


Geschichte

Renesse wurde erstmals im Jahr 1267 urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes stammt vermutlich von den Begriffen Rietnisse (mit Schilf bewachsenes, flaches Land) oder Reenisse (flaches, von Gräben durchzogenes Land) ab. Der Ort ist als Ringdorf rund um die Jakobuskirche in der Dorfmitte angelegt. Zu dieser Zeit gab es nur wenige direkte Wege durch die Dünen zum Strand, wobei der wichtigste dieser Verkehrswege der sogenannte Laóne war, der an dem Ort entlangführte, an dem 1856 ein eiserner Leuchtturm erbaut wurde. Der Leuchtturm wurde im 20. Jahrhundert wieder abgerissen, wobei die ehemalige Wohnung des Leuchtturmwärters, die Zeerust, heute noch als gemütliches Restaurant und beliebtes Ausflugsziel dient.


Sehenswürdigkeiten

Neben der Jakobuskirche, die schon aus einiger Entfernung zu sehen ist, befindet sich das historische Schloss Moermond am östlichen Ortsrand. Dieses konnte vor der Restaurierung besichtigt werden, ist mittlerweile aber im Besitz einer privaten Stiftung und nicht mehr öffentlich zugänglich.


Transferium

In der Nähe des Ortszentrums befindet sich ein Großparkplatz für bis zu 900 Fahrzeuge. Von hier aus starten Busse und Pferdekutschen, die zum so genannten Transferium gehören. Das Parken auf dem Parkplatz ist gratis, im Sommer ist der Platz bewacht. Das Transferium fährt verschiedene Routen, die an Hotels, Campingplätzen und Dünenübergängen vorbeiführen. Weiterhin gibt es den Strandexpress, der nicht nur mit einem Lift für Rollstühle ausgerüstet ist, sondern auch direkt die Dünenübergänge ansteuert. Abends und nachts fährt zusätzlich der Nightexpress, der eine Verbindung zwischen den Campingplätzen und der Ortsmitte von Renesse herstellt. Der Nightexpress ist kostenpflichtig, während alle anderen Fahrten kostenlos sind.

Quelle: Wikipedia

Westenschouwen

Scharendijke

Zierikzee

Zierikzee erstreckt sich über zirka 2300 Hektar Land und wird von zirka 11.000 Einwohnern bewohnt. Um die 55 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind im Dienstleistungssektor tätig. Durch die Zeelandbrug (»Seelandbrücke«) ist Zierikzee an Noord-Beveland und damit an den Süden der Niederlande angebunden. 

Geschichte

Vorgeschichte und Gründungszeit

Die volksmündlichen Deutungen wollen Zierikzee als Heimat der griechischen Circe sehen, wie auch beispielsweise *Ulyssingen (Vlissingen) nach Ulysses (Odysseus) als Gründer benannt worden sein soll. Der Ursprung der Stadt liegt aber nicht im griechischen Altertum, sondern im 9. Jahrhundert. Um 849 soll der Ort gegründet worden sein. Der hierfür herangezogene Ziringus von Zirik, der ein ungarischer Entdeckungsreisender gewesen sein soll und dem der Ort dann seinen Namen zu verdanken hätte, dürfte aber ebenfalls in das Reich der Legendenbildung zu verweisen sein. Wahrscheinlicher ist ein friesischer Siedler des Namens Zierik, der zu einem lokalen Machthaber heranwuchs und nach dem die Bucht Ee dann »Zieriks Ee« genannt wurde. Der heutige Name wäre damit eine Genitivattribuierung und entsprechend getrennt »Zierikz’ee« zu lesen und nicht, wie üblich, nach Zierik’zee zu trennen, als gäbe es vorort eine(n) entsprechende(n) See. Die ersten archäologischen Hinweise für eine Besiedlung finden sich dann für das 11. Jahrhundert. Wie wahrscheinlich für ganz Schouwen gültig, wurden auch hier die Zeiten gestiegener Wasserpegel im 9. und 10. Jahrhundert abgewartet, bevor man die Insel allmählich wieder als Siedlungsraum betrachtete. Eine Urkunde der Abtei Sint Baaf in Gent verzeichnete 976 einen »Creka« genannten Besitz auf Schouwen, mit dem (das Gebiet des heutigen) Zierikzee gemeint sein könnte. Dies ist zudem anzunehmen, da auch später nicht nur die Beziehungen zur Abtei nicht abrissen, sondern auch der Zierikzeesche Stadtpatron Sint Lieven selbst eine wahrscheinlich in Sint Baaf entstandene Fiktion ist. Die erste gesicherte Erwähnung Zierikzees datiert nach der großen Sturmflut von 1134 und nennt den Ort 1156 noch »Siricasha«. Kurz darauf dürfte dann auch eine im romanischen Stil entworfene Kirche errichtet worden sein. Die der Kirche gegenüberliegende Burg war noch älteren Ursprungs und dürfte vom flämischen Grafen Boudewijn V. begründet worden sein, gelangte aber bereits 1048 in die Hände des holländischen Grafen.

13. Jahrhundert

Die Auseinandersetzungen zwischen Flamen und Holländern um Zeeland bestimmten nun große Teile des strategisch günstig gelegenen Zierikzee. Für 1205 wird von einer ersten Belagerung des Ortes berichtet, der somit schon befestigt gewesen sein muss. 1217 (oder zwischen 1219 und 1222) verlieh Graf Willem II. von Holland dem Ort sodann auch die Stadtrechte, die am 11. März 1248 von Kaiser Ludwig dem Bayern bestätigt wurden. Entsprechend der neuen Rechtssituation nahm die Stadt nun an einem gewissen Aufschwung teil. Von der Stadt aus wurden Salz und Heringe, aber auch Tuche und Färberrot (Krapp) gehandelt. Ein Hafenkanal zur Oosterschelde entstand. Noch im 13. Jahrhundert fanden sich nicht nur ein gasthuis und eine vleeshal, sondern auch ein Beginenhaus (1256), ein Minoriten-Kloster (1260) und ein Kloster der Predigerbrüder (um 1275) in der Stadt. Ein Kloster der Eksterbroeders ging allerdings rasch wieder unter. Dieser Zunahme an Bedeutung entsprach dann auch eine zunehmende Involvierung in den Krieg der Holländer mit den Flamen. Nachdem 1303 bereits Willem, der Sohn Jans II. in der Stadt Zuflucht gefunden hatte, musste dieser dann dennoch große Gebiete an die Flämischen unter Gwijde van Namen abtreten (wovon Zierikzee explizit ausgenommen worden war). Ein weiterer holländischer Versuch, die Vormacht in Zeeland zu behaupten, endete mit einer völligen Niederlage, bei der Gewijde van Avesnes, der Bischof von Utrecht gefangen genommen wurde und Willem erneut in Zierikzee Zuflucht suchen musste. Die Stadt blieb zwar vorerst von der auf Utrecht zu marschierenden Streitmacht unbehelligt (derweil Witte van Hamsteede, der uneheliche Sohn Floris V. die holländischen Städte gegen die Flamen zu einen versuchte), geriet dann aber, nachdem an den meisten wichtigen strategischen Punkten auf Schouwen-Duiveland flämische Posten errichtet worden waren, doch wieder in das Augenmerk der Feinde. 1304 zog dann vor Zierikzee zu Wasser und zu Lande eine flämischen Streitmacht auf, die, auch wenn die Angaben von 200.000 (oder auch nur 80.000) Soldaten übertrieben erscheinen, von beeindruckender Größe gewesen sein musste. Die Stadt wurde mit aller Kriegs- und Belagerungskunst und aller hierfür zur Verfügung stehenden Maschinerie angegangen, wagte auch immer wieder kleinere Ausfälle, überdauerte aber wohl nur durch den harten Widerstand vor allem der Frauen, die einmal einige Straßen der Stadt abrissen, damit die Männer die Steine auf die Belagerer werfen konnten, dann wieder löschten und hungerten und so die Belagerung in die Länge zu ziehen vermochten, bis schließlich eine Flotte holländischer und französischer Kriegsschiffe unter dem Kommando des monegassischen Admirals Rainier Grimaldi eintraf. Die Flotte war an Zahl und Kampfkraft zwar der flämischen unterlegen, Kriegsglück und die Gezeiten brachten in der am 10. August 1304 ausbrechenden Schlacht aber schließlich den Holländischen und ihren Verbündeten den Sieg. Willem, der sich an Bord eines der Schiffe befand, zog erneut, nun aber nicht auf der Flucht, sondern als Willem III., Graf von Holland, Zeeland und Hennegau (Henegouwen), in die Stadt ein.

Bauwerke

Bekanntestes Bauwerk ist der weithin sichtbare monumentale Kirchturm der ehemaligen St. Lievens-Kirche. Der Bau von Turm und Kirche wurde 1454 begonnen, Baumeister war wahrscheinlich Andries Keldermans aus Mechelen. Die Fundamentarbeiten dauerten ca. 25 Jahre und wurden durch den großen Stadtbrand von 1466 behindert. Der Umfang des Turmes beträgt am Fuß 24,5 x 24,5 m (zum Vergleich: Der Turm des Domes von Utrecht hat einen Basisumfang von 19,5 x 19,5 m). Nach ca. 30 Jahren weiterer Bauzeit hatte der Turm die heutige Höhe von 61 m erreicht - da war die Blütezeit der Stadt vorbei und damit das notwendige Kapital für den Weiterbau aufgebraucht. Nach neueren Schätzungen hätte der Turm nach den ursprünglichen Plänen wohl eine Höhe von ca. 130 m erreichen sollen. Nach dem Brand der Kirche im 17. Jahrhundert, bei dem der Turm zum Glück unbeschädigt blieb, wurde die gotische Kirche abgerissen und an ihrer Stelle ein schlichter spätbarocker Saal erbaut, der keine Verbindung mehr mit dem nun freistehenden Turm hat. In den Jahren 1839/40, 1883-87 und 1957-1972 fanden Restaurierungsarbeiten statt.

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Zierikzee“ Kategorien: Ortsteil in Zeeland | Schouwen-Duiveland

Brouwershaven

Brouwershaven liegt im Norden der Insel Schouwen-Duiveland direkt am Grevelingenmeer. Die Smalstad zählt heute noch etwa 1430 Einwohner. Trotz bewegender Vergangenheit, geprägt durch die maritime Geschichte, hat Brouwershaven seinen ursprünglichen Charakter gewahrt und besticht durch die Atmosphäre früherer Jahrhunderte. Während zunächst der Hafen, der Fischfang und die Landwirtschaft den Einwohnern als Lebensgrundlage dienten, ist heute der Tourimus wirtschaftliche Grundlage der Stadt. Brouwershaven verfügt über einen großen Jachthafen und das Grevelingenmeer ist ein Eldorado für Wassersportler, seien es Taucher, Windsurfer oder Hobbykapitäne. Um Brouwershaven wurden zahlreiche Campingplätze und Bungalowparks errichtet.

Historisches

Brouwershaven entstand Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Stadt Zierikzee im Süden der Insel hatte sich zu einer bedeutenden Hafenstadt entwickelt. Die wachsende Bevölkerung auf der Insel Schouwen-Duiveland, der verstärkte Landbau und Fischfang und stetig steigender Handel machten einen zweiten Hafen im Norden der Insel erforderlich. Diese Entwicklung wurde durch politische Interessen gestärkt, denn für den Adel bedeutete der Besitz eines Hafens Macht. Daher nahmen Graf Floris V., Herrscher über Holland und Zeeland und Jan van Renesse Einfluss auf die Stadtentwicklung. Der Bau einer grossen Kirche im Jahr 1325 und das prächtige Stadthaus aus dem Jahr 1599 zeigen, dass sich der Adel einiges von Brouwershaven versprach.

Die Entwicklung blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück, insbesondere, da andere Städte die Funktion von Umschlaghäfen immer stärker übernahmen und der Fisch- und Krabbenfang nicht genug einbrachte. Auch Jacob Cats, der 1577 in Brouwershaven geboren wurde, und der als Heimatdichter, als Staatsmann und Politiker und als Verfasser diverser Schriften über die Landesgrenzen hinweg Anerkennung fand, konnte diese negative Entwicklung nicht rückgängig machen. 1682 wurde Brouwershaven durch eine schwere Sturmflut getroffen. Brücken, Hafenteile und viele Gebäude wurden zerstört und weggespült. Das ganze Gebiet wurde durch eine hohe Schlickschicht bedeckt.

Von 1838 bis 1870 blüht Brouwershaven wieder auf. In dieser Zeit waren die Flussmündungen von Maas und Schelde stark versandet. Rotterdam war auf dem Seeweg nicht mehr erreichbar. Brouwershaven übernahm die Rolle des Umschlaghafens für Waren und Passagiere in Übersee. Neue Gebäude entstanden, zahlreiche Kantore, 27 Hotels und Caffee's und der Aufenthalt bekannter Persönlichkeiten gaben der Stadt ein neues Gesicht. Als erste Stadt in den Niederlanden erhielt Brouwershaven eine Telegrafenanbindung an Rotterdam. 1870 wurden neue Wasserwege nach Rotterdam fertiggestellt, Brouwershaven versank wieder in seiner wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit. Am 21. Februar 1953 wurde Brouwershaven letztmalig von einer Sturmflut heimgesucht, die das gesamte Stadtgebiet unter Wasser setzte. Anschließend wurde vor Brouwershaven ein Polder errichtet und das Stadtgebiet eingedeicht. Die Polder dienen heute als Erholungsflächen mit Spiel- und Sportmöglichkeiten und einem kleinen Tierpark. Mit der Errichtung des Grevelingendamms im Jahr 1965 und der Deltawerke (Brouwersdamm, 1971) verlor Schouwen-Duiveland seine eigentliche Inselposition und Brouwershaven seine Anbindung an die offene Nordsee. Das Grevelingenmeer wurde zu einem Binnenmeer.

Sehenswürdiges

Brouwershaven hat seinen alten Hafenstadtcharakter gewahrt. Das Zentrum bilden der Binnenhafen und direkt angrenzend der Marktplatz. Die umliegenden kleinen Häuschen und die Geschäfte rahmen den Stadtkern ein und geben ihm das maritime, mittelalterliche Flair.

Jacob-Cats-Denkmal

Am östlichen Ende des Marktplatzes, vor dem Binnenhafen, haben die Einwohner dem Heimatdichter und Politiker und Staatsmann Jacob Cats 1829 ein Denkmal errichtet. Jakob Cats wurde 1577 in Brouwershaven geboren. Kurz vor seinem Tod zeigte er der Stadt seine Wertschätzung und überließ ihr ein Exemplar seiner gesammelten Werke.

Stadthaus

Das westliche Ende des Marktplatzes wird durch das prächtige Stadthaus geprägt. Das Gebäude, das 1599 im Stil der flämischen Renaissance errichtet wurde überragt alle anderen Häuser. Ein Uhrwerk und ein Glockenturm „krönen“ das ehemalige Rathaus.

Sankt Nikolauskirche

Schon von weitem sieht man den Glockenturm der Sankt Nikolauskirche, der sich dem Reisenden und Besucher schmal und nicht sehr hoch entgegenstreckt. Um so überraschter ist man, wenn man sieht, was für ein großer Kirchenbau unter diesem Glockenturm steckt. Das massige Kirchenschiff wurde 1325 erbaut. Mit seinen hohen und breiten Fenstern verfügt es über zahlreiche Anbauten an der Ostseite . Offensichtlich ging man zu dieser Zeit von einer großen Entwicklung für Brouwershaven und einem starken Bevölkerungszuwachs aus. Beides trat leider nicht ein. Die Kirche wird ihrem Namen Grote Sint Nicolaaskerk jedoch mehr als gerecht.

Quelle: Wikipedia